Zwei Frauen bei der Baumwollernte in Kirgistan

Baumwollernte bei einheimischen Bauern

Begegnungsreise in Kirgistan – Aufenthalt bei Bio-Baumwollbauern im Süden Kirgistans, ein Projekt der Helvetas

Der Süden Kirgistans ist seit Langem ein traditionelles Anbaugebiet für Baumwolle. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der anschliessenden Privatisierung werden die Felder nun von Kleinbauern bewirtschaftet. Durch den biologischen Anbau, der im Zuge eines Projekts von Helvetas unterstützt wurde, erzielt die Baumwolle höhere Preise auf dem Markt und ermöglicht so den Familien einen besseren Verdienst. Auf dieser Reise besuchen wir die herzlichen Bauernfamilien und teilen mit Ihnen den Alltag bei der Baumwollernte.

Auf einen Blick

Natur & Kultur aktiv
Deutschsprechende Reiseleitung
ab CHF 3'500.-
Gruppenreise (2-12 Teilnehmer*innen)
  • Das Leben einer kirgisischen Bauernfamilie teilen
  • Die überwältigende Gastfreundschaft der Kirgis*innen
  • Interessanter Einblick in die Tätigkeit von Helvetas
  • Freundliche Händler*innen auf farbenfrohen Märkten
  • Einmalige Landschaften am Fusse des Tien- Shan

Reisedaten

Buchbar
Durchführung noch nicht garantiert
Preis unter Vorbehalt
09.09.2023 - 26.09.2023 | Reisedauer: 18 Tage
CHF 3'500.-

Reiseprogramm

1.–2. Tag: Abflug nach Kirgistan
Ankunft am Morgen des zweiten Tages in der Hauptstadt Bischkek. Am Nachmittag lernen wir die Stadt während einer Stadtrundfahrt kennen.
Übernachtung im Hotel (800 Meter).

3. Tag: Weiterflug nach Osh
Am Morgen Weiterflug nach Osh. Nach einer Stadtrundfahrt geht es weiter aufs Land in ein Jurtencamp. Die lokale Frauen-Kooperative zeigt uns das Handwerk der Filzproduktion. Zudem haben wir die Möglichkeit eine kleine Wanderung zu unternehmen und die schöne Landschaft zu geniessen. 
Übernachtung im Jurtencamp (2040 Meter). Fahrzeit 2 Std. 

4. Tag: Nach Jalal-Abad
Wir wandern über den Kara Konush-Pass (2471 Meter) ins Tal von Ken Saz. Unterwegs werden wir mit einem Picknick verwöhnt. Auf der Weiterfahrt nach Jalal-Abad besichtigen wir die Minarette des Grossen Timur in Uzgen.
Übernachtung in Familienunterkunft (800 Meter). Wanderzeit 5 – 6 Std. Fahrzeit 4 – 5 Std.

5. Tag: Zu den Baumwoll-Bauern
Im örtlichen Helvetas-Büro in Jalal-Abad werden wir über den Aufenthalt bei den Baumwoll-Bauern informiert. Anschliessend Fahrt in das Dorf der Gastfamilien. Bei einem gemeinsamen Abendessen lernen wir unsere Familie kennen. Wenn die erste Zurückhaltung gewichen ist, werden wir in den Gesprächen bemerken, dass nicht nur wir Fragen haben. Auch die Gastfamilien sind an unserem Leben und unserem Alltag interessiert. Übernachtung bei der Gastfamilie in einem Dorf in der Nähe von Jalal-Abad.
Übernachtung bei einer Gastfamilie (je nach Dorf zwischen 800 und 1100 Meter). Fahrzeit 1 – 2 Std.

6.-10. Tag: Bei den Baumwoll-Bauern
Tagsüber helfen wir bei der Baumwollernte mit. Es bleibt auch Zeit, anderes zu entdecken. Wir kochen mit unserer Gastgeberin, besuchen die lokale Schule oder unternehmen Wanderungen in der Umgebung. Einer der Schwerpunkte des Aufenthaltes ist der Austausch zwischen den Gastgebern und den Gästen. So lernen wir einerseits viel über die Situation, die Mentalität und das wirtschaftliche Umfeld in Kirgistan. Aber auch unsere kirgisischen Gastgeber profitieren von Ihren Ansichten und Ideen.
Übernachtung bei einer Gastfamilie (je nach Dorf zwischen 800 und 1100 Meter).

11. Tag: Zur Chichkan-Schlucht
Wir verlassen Jalal- Abad Richtung Norden. Die Strasse führt entlang dem Toktogulskoye- Stausee in die Berge, wo wir übernachten. Heute passieren wir mit dem 3500 Meter hohen Alabel Pass die höchstgelegene Stelle der Reise. Wir haben die Möglichkeit für eine kurze Wanderung in den Bergen. Übernachtung im Kyzyl-Oi.
Übernachtung im Gästehaus (1800 Meter). Wanderzeit 2 Std. Fahrzeit 7 – 8 Std.

12. Tag: Nach Chaek und Kochkor
Nach der Fahrt durch das Suusamyr-Tal erreichen wir das Dorf Chaek, wo wir zum Mittagessen erwartet werden. Weiterfahrt nach Kochkor. 
Übernachtung im Hotel (1750 Meter). Fahrzeit 3.5 Std.

13. Tag: Son Köl-See
Heute unternehmen wir einen Tagesausflug zum Hochgebirgssee Son Köl. Im Sommer stehen hier unzählige Jurten und die Nomad*innen weiden ihre grossen Tierherden. Im September treiben die letzten Nomad*innen ihre Tiere ins Tal. Ein Spektakel!
Übernachtung im Hotel (1750 Meter). Fahrzeit 5 – 6 Std.

14. Tag: Zum Issyk Köl-See
Nach dem Frühstück lernen wir die Herstellung der traditionellen Filzteppiche kennen. Das Filzen hat in Kirgistan eine lange Tradition. Weiterfahrt zum Südufer des Issyk Köl-Sees, dem grössten See des Landes. Aitmatow beschrieb ihn als «Ein Stück Himmel, das auf die Erde gefallen ist». Unterwegs erkunden wir den Märchen-Canyon Skazka mit seinen bizarren Sandstein-Formationen. Später haben wir Zeit, uns am Sandstrand des Sees zu erholen. Übernachtung in einem Jurtencamp in Tamga.
Übernachtung im Jurtencamp (1600 Meter). Fahrzeit 3 Std.

15. Tag: Wanderung Dscheti Ögus
Auf einer gemütlichen Wanderung erkunden wir die Alp Dscheti Ögus. Unterwegs geniessen wir ein wohlverdientes Picknick. 
Übernachtung im Jurtencamp (1600 Meter). Fahrzeit 2 Std. Wanderzeit 4 Std. 

16. Tag: Im Chon Kemin-Nationalpark
Eine optionale Wanderung bringt uns zu den Sommerweiden der Nomad*innen mit ihren Schafen und Pferden. Jetzt im Herbst sind die Nomad*innen wahrscheinlich bereits weitergezogen. Wer Lust hat, kann die Umgebung auch vom Rücken eines Pferdes aus erkunden (nicht im Preis inbegriffen). Übernachtung im Chon-Kemin-Tal.
Übernachtung im Gästehaus (1800 Meter). Fahrzeit 4 Std. 

17. Tag: Bischkek
Auf der Fahrt nach Bischkek besuchen wir die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt des Karkhaniden-Reiches. Übernachtung in Bischkek.
Übernachtung im Hotel (800 Meter). Fahrzeit 2 – 3 Std.

18. Tag: Rückflug
Flug nach Zürich, wo wir gegen Mittag ankommen.

Programm- und Preisänderungen vorbehalten

Persönliche Beratung

Nature Tours Mitarbeiter Michael Krähenbühl
Michael Krähenbühl

Unverbindliche Anfrage

Reiseroute

Preise

  • Preis pro Person bei 5-12 Personen CHF 3'500.–

  • Zuschlag Kleingruppe 2-4 Personen CHF 300.–

  • Zuschlag Einzelzimmer in Hotels CHF 210.–

Leistungen

Leistungen inbegriffen
  • Flüge Zürich–Bischkek–Osh / Bischkek–Zürich in Economy-Klasse
  • Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag
  • Alle Überlandfahrten und Transfers
  • 4 Übernachtungen in einfachen Hotels im Doppelzimmer, 3 Übernachtungen in einfachen Pensionen im Doppelzimmer, 3 Übernachtungen im Jurtencamp (4er-Belegung), 6 Übernachtungen in Privathäusern bei Bauernfamilien (2 bis 3er-Belegung)
  • Vollpension während der ganzen Reise (von Frühstück Tag 2 bis Abendessen Tag 17)
  • Lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung
  • Bewilligungen und Eintritte
  • Vorbereitungstreffen
  • Praktische Trekkingtasche mit Rollen
     
Leistungen nicht inbegriffen
  • Fakultative Ausflüge (Tage 5–10, Reitausflug Tag 16)
  • Trinkgelder
  • Persönliche Auslagen

Gut zu wissen / Hinweise

Geführte Gruppenreise "Natur & Kultur aktiv" mit lokaler, deutschsprechender Reiseleitung und Begleitteam. 

Fakultative, einfache Wanderungen. 1 Tagesetappe von 2 Stunden und 2 Tagesetappen von 4–6 Stunden. 4 längere Überlandfahrten. Ausdauer, um ganze Tage an der Sonne auf einem Baumwollfeld zu arbeiten.

Ihr Einsatz: Bio-Baumwolle pflücken

Baumwolle ist die wichtigste Naturfaser. Wir alle tragen sie täglich auf unserer Haut. Schon zur Sowjetzeit wurde in Kirgistan Baumwolle angebaut. Allerdings unter Bedingungen, die die Umwelt massiv belasteten. Seit 2004 förderte Helvetas den biologischen Anbau von Baumwolle. Denn Bio-Baumwolle ist gesünder für Mensch und Natur. Sie hält das Trinkwasser sauber und schont den Ackerboden. Bei der Herstellung von Bio-Baumwolle wird auf Chemie und Gentechnologie verzichtet. Und weil für Bio-Baumwolle höhere Preise bezahlt werden, verbessert sich das Einkommen der Bauernfamilien. Immer mehr Bauernfamilien haben in den letzten Jahren auf Bio-Baumwolle umgestellt. Im Spätsommer ist Erntezeit. Die aufgesprungenen Kapseln werden von Hand gepflückt.

Passt eine Begegnungsreise zu mir?

Im Vordergrund steht der Interkulturelle Austausch und das Teilen eines gemeinsamen Alltages. Bei den Bauern stehen meistens Erntearbeiten im Zentrum. Daneben versorgen Sie vielleicht die Nutztiere, pflegen den Gemüsegarten oder helfen bei Ausbesserungsarbeiten am Haus mit. Oft bleibt auch Zeit für Ausflüge in die Umgebung, für einen Besuch auf dem nahen Markt oder in der lokalen Schule. 

Eine Begegnungsreise braucht Offenheit:

  • Sie bringen Respekt und Einfühlungsvermögen für andere Kulturen und Lebensweisen mit
  • Sie sind bereit, sich auf einfache lokale Verpflegung einzulassen und Neues auszuprobieren
  • Sie sind offen, kommunikativ und bereit, Ihrer Gastfamilie auch von Ihrem Leben und der Schweizer Kultur und Gesellschaft zu erzählen
  • Sie sind gerne mit anderen Menschen zusammen und können sich anpassen
  • Sie können auf Komfort verzichten

Downloads / Links

Partner

Logo von Helvetas

Stories

Wie es sich anfühlt, in Kirgistan Baumwolle zu pflücken

Lesen Sie hier die Reportage in der "Schweiz am Wochenende"