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Expedition Aconcagua 360°
Expedition Aconcagua 360°
Die Überschreitung und Umrundung des Aconcagua ist sicherlich ein besonderer Leckerbissen für Bergsteiger*innen.
Der Cerro Aconcagua ist mit seinen 6962 Metern nicht nur der höchste Berg Südamerikas, sondern gleichzeitig des gesamten amerikanischen Kontinentes, sowie der höchste Berg ausserhalb Asiens. Am 14. Januar 1897 stand der Schweizer Bergführer Matthias Zurbriggen als erster Mensch allein auf dem Gipfel des Aconcagua. Der Bergriese, obwohl selbst kein Vulkan, besteht aus vulkanischem Material und liegt in der Provinz Mendoza, nahe der chilenischen Grenze. Die gewählte Route Aconcagua 360° ist praktisch eine Umrundung des Berges. Durch das wilde Vacas-Tal wandern wir zum Basislager an der Ostseite des Aconcagua, der Plaza Argentina. Über die Nordflanke steigen wir auf der «Polacos Falsos» auf den höchsten Gipfel der Anden, um danach zum Basislager Plaza de Mulaz abzusteigen. Von hier wandern wir durch das lange Horcones-Tal nach Westen hinaus und beenden in Puente del Inca die komplette Umrundung des Aconcagua.
Auf einen Blick
- Aconcagua 360° - Aufstieg durch das wilde Valle Vacas, Abstieg durch das Valle Horcones
- Hochlager mit Komfort - Dining Tents in allen Hochlagern, in welchen die Bergführer kochen
- Eine gute Expedition für den Einstieg ins technisch anspruchsvollere Höhenbergsteige
- Die argentinischen Anden bilden mit ihrer grossartigen Natur und ihren herrlichen Gipfeln einen der schönsten «Spielplätze» für Bergsteiger.
- 1 Bergführer*in pro 4 Teilnehmer*innen
Reisedaten
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26.12.2025 - 15.01.2026 | 21 ReisetageCHF 7'290.-11.01.2026 - 31.01.2026 | 21 ReisetageCHF 7'290.-
Reiseprogramm
1. Tag: Anreise (nicht inbegriffen)
Flug nach Mendoza.
2. Tag: Ankunft in Mendoza (-/-/-)
Kurzer Transfer ins Hotel. Anschliessend geniessen wir die bekannte Weinmetrople. Eine kurze Stadtbesichtigung beschliessen wir mit einem gemütlichen Nachtessen. Mendoza ist nicht nur für seine Weine, sondern auch für das Bife de Chorizo bekannt.
Übernachtung im Hotel in Mendoza (760 m)
3. Tag: Mendoza – Puente de Inca (F/-/A)
Zunächst muss das gesamte Expeditionsteam bei der lokalen Parkverwaltung das persönliche Besteigungspermit lösen. Erst jetzt können wir unsere Reise zum Berg starten. Die Fahrt von Mendoza über Uspallata nach Puente de Inca ist landschaftlich sehr reizvoll. Puente de Inca liegt auf 2720 m direkt am Parkeingang. Hier beziehen wir ein grosszügiges 2er Domzelt im Ranch Camp. Die Zeit bis zum Abendessen nutzen wir, um unsere Ausrüstung zu sortieren und sicherlich auch für einen Besuch der «Puente del Inca», ein durch Erosion gebildeter Felsbogen der sich mit einer Gesamtlänge von über 53 Meter über den Fluss Río de las Cuevas spannt.
Übernachtung im Zelt in Puente de Incas (2720 m)
4. Tag: Puente de Inca – Pampa de Leñas (F/M/A)
Eine kurze Fahrt bringt uns nach Punta de Vacas (2415 m), Startpunkt des Trekkings ins Basislager. Hier verladen wir unsere Ausrüstung auf die Maultiere. Wir selbst tragen nur einen leichten Tagesrucksack. Zu Beginn säumen noch einzelne Bäume, später dann nur noch Büsche den Weg. Mehrmals überqueren wir den Río de las Vacas. Im Verlaufe des Nachmittags erreichen wir unser erstes Lager.
Übernachtung im Zelt in Pampa de Leñas (2864 m)
Wanderzeit ca. 5 bis 6 Std. / Höhenmeter +530 m
5. Tag: Pampa de Leñas – Casa de Piedra (F/M/A)
Entlang dem wilden Río de las Vacas trecken wir, durch mittlerweile karge Landschaft, gemächlich zu unserem zweiten Lagerplatz. Kurz bevor wir Casa de Piedra erreichen, sehen wir den Aconcagua zum ersten Mal in seiner voller Grösse.
Übernachtung im Zelt in Casa de Piedra (3245 m)
Wanderzeit ca. 5.5 bis 6 Std. / Höhenmeter +410 m
6. Tag: Casa de Piedra – Basislager Plaza Argentina (F/M/A)
Der letzte Trekkingtag beginnt abenteuerlich, heisst es doch den mäandernden, eiskalten Rio de las Vacas zu überqueren. Anschliessend steigt der Weg steil an und nach ca. 5 bis 6 Stunden erreichen wir das Basislager Plaza Argentina, wo wir uns für die kommenden vier Nächte einrichten.
Übernachtung im Zelt im Basislager Plaza Argentina (4198 m)
Wanderzeit ca. 5 bis 6 Std. / Höhenmeter +970 m
7. Tag: Wanderung zum Cerro Colorado (4566 m) oder Ruhetag (F/M/A)
Wir unterstützen unseren Akklimatisationsprozess und unternehmen eine ca. 3 bis 4-stündige Tour auf den Cerro Colorado (4566 m). Der Cerro Colorado ist der Hausberg des Basislagers. Die Besteigung über die typischen Schotterhänge ist technisch leicht. In gleichmässigen Schritten erreichen wir den Gipfel und geniessen eine tolle Sicht auf unser Basislager und den nahe liegenden Aconcagua. Dieser Tag kann optional auch als Ruhetag genutzt werden.
Übernachtung im Zelt im Basislager Plaza Argentina (4198 m)
Wanderzeit ca. 3 bis 4 Std. / Höhenmeter +370 m, -370 m
8. Tag: Materialtransport ins Lager I (F/M/A)
Heute transportieren wir Material ins Lager I auf 5000 Meter und steigen für die Nacht wieder ins Basislager ab. Somit müssen wir nicht das gesamte Material (persönliches Material, benötigtes Essen und Benzin) auf einen Schlag tragen. Mit der neuen Marke von 5000 Metern verbessern wir weiter den Akklimatisationsprozess. Gegen Nachmittag steigen wir wieder ins Basislager ab.
Übernachtung im Zelt im Basislager Plaza Argentina (4198 m)
Wanderzeit ca. 5.5 bis 6.5 Std. / Höhenmeter +760 m, -760 m
9. Tag: Basislager Plaza Argentina (Akklimatisationstag) (F/M/A)
Wir legen bewusst einen Akklimatisationstag ein. Wir nutzen ihn, um einen Rundgang durch die bunte Zeltstadt zu machen und geniessen es, die Seele baumeln zu lassen.
Übernachtung im Zelt im Basislager Plaza Argentina (4198 m)
10. Tag: Basislager – Lager I (F/M/A)
Der Aufstieg ist uns bereits vertraut. Wir haben den ganzen Tag Zeit und lassen es bewusst langsam angehen. Nachmittags erholen wir uns im Lager I. Die Abendstimmung ist in dieser Höhe ein ganz besonderes Erlebnis.
Übernachtung im Zelt im Lager I (4950 m)
Wanderzeit ca. 5 bis 6 Std. / Höhenmeter +760 m
11. Tag: Materialtransport ins Lager II (F/M/A)
Auch das Lager II richten wir nach demselben Muster wie das Lager 1 ein. Der Aufstieg beginnt sehr steil. Kurze Zeit später flacht es deutlich ab und gleichmässig ansteigend erreichen wir in 3.5 bis 4 Stunden das Camp. Für den anschliessenden Abstieg über den losen Schotter zurück ins Lager I benötigen wir dann nur noch knapp die Hälfte der Zeit.
Übernachtung im Zelt im Lager I (4950 m)
Wanderzeit ca. 4 bis 5 Std. / Höhenmeter +570 m, -570 m
12. Tag: Lager I – Lager II (F/M/A)
Der heutige Weg ist uns bereits bekannt und mit dem restlichen Material steigen wir ins Lager II. Der Lagerplatz liegt windgeschützt in einer Mulde unweit des Polengletschers.
Übernachtung im Zelt im Lager II (5520 m)
Wanderzeit ca. 4 Std. / Höhenmeter +570 m
13. Tag: Ruhetag im Lager II (F/M/A)
Um bestmöglich vorbereitet in die Gipfelregion vorzudringen, gönnen wir unserem Körper einen weiteren Akklimatisationstag.
Übernachtung im Zelt im Lager II (5520 m)
14. Tag: Lager II – Lager III (F/M/A)
Wir nehmen unser gesamtes Material mit ins Lager III. Das Lager III mit dem sinnigen Namen «Berlin» liegt nur ca. 400 Höhenmeter über Lager II und ist unser Ausgangspunkt für den Gipfelgang. Zusammen mit den lokalen Guides besprechen wir die Strategie für die nächsten Tage, gilt es doch das beste Wetterfenster für den anstehenden Gipfeltag zu finden.
Hinweis: Sobald die Gruppe vom Lager II ins Lager III aufsteigt, wird das im Basislager Plaza de Argentina zurückgelassene Gepäck ins Basislager Plaza de Mullas transportiert. So kann nach Erreichen des Basislagers Plaza de Mulas, auf der anderen Seite des Aconcagua, wieder mit der Trekkingausrüstung gerechnet werden.
Übernachtung im Zelt im Lager III (5970 m)
Wanderzeit ca. 4 Std. / Höhenmeter +450 m
15. Tag: Gipfeltag Aconcagua (6963 m) (F/M/A)
Der Gipfeltag ist lang und anstrengend. Wir brechen zwischen drei und fünf Uhr morgens auf. Zunächst folgen wir guten Wegspuren und erreichen bald die Normalroute. Beim kleinen Holzhüttchen Independecia auf rund 6400 Meter rasten wir, um anschliessend die Querung zur Canaleta anzugehen. Die Querung ist technisch einfach, eigentlich kann uns hier nur der Wind einen Streich spielen. Am Fusse der Canaleta befindet sich wiederum ein idealer Rastplatz. Hier tanken wir Energie für den letzten Teil des Aufstieges. Ohne klettern zu müssen, geht es aufwärts durch die berühmte Canaleta, die kurz unter dem Gipfel endet. Dieser Abschnitt ist für viele die eigentliche «Knacknuss». Der Gipfel ist nun zum Greifen nahe. Plötzlich geht es schnell und wir stehen auf dem 6963 Meter hohen Aconcagua. Das Gipfelplateau ist so gross, dass man darauf Fussball spielen könnte. Wir geniessen aber lieber den Moment und die majestätische Aussicht über die unzähligen Andengipfel. Der anschliessende Abstieg ins Lager III erfolgt über dieselbe Route. Hier ruhen wir und sammeln neue Kräfte um noch gleichentags zur Plaza de Mulas (4367 m), dem Basislager auf der anderen Seite des Berges, abzusteigen. Dieser Abstieg erfolgt via dem Nido de Condores, dem klassischen Lager I auf der Normalweg (Pioneer Route).
Übernachtung im Zelt i Plaza de Mulas (4367 m)
Wanderzeit ca. 14 bsi 16 Std. / Höhenmeter +995 m. -2600 m
16. bis 18. Tag: Reservetage (F/M/A)
Beim Aconcagua kann das Wetter innert kurzer Zeit von angenehm zu Sturm wechseln und deshalb ist es wichtig auf ein gutes Wetterfenster warten zu können. Der Ablauf sieht diese Möglichkeit mit den drei Reservetagen vor.
Hinweis: Finden wir gleich zu Beginn ein gutes Wetterfenster (Tag 15) und werden die beiden Reservetage für den Gipfelanstieg nicht benötigt, steigen wir früher zum Basislager Plaza de Mulas ab und kehren daher auch früher nach Mendoza zurück. Ausgaben für zusätzliche Nächte und Mahlzeiten in Mendoza sind nicht im Pauschalpreis inbegriffen und müssen selbst getragen werden.
19. Tag: Plaza de Mulas – Mendoza (F/L/-)
Heute steht uns ein langer Marsch nach Horcones bevor. Glücklicherweise tragen heute die Maultiere das zusätzliche Gepäck, so dass wir mit einem leichten Tagesrucksack ins Tal absteigen können. Der Weg durch das Horcones-Tal lässt uns den Aufstieg Revue passieren, denn es geht vorbei an eindrücklichen Felsformationen und der Blick geht zurück zur beeindruckend riesigen Südwand. In Horcones warten die Autos auf uns und bringen uns zurück nach Mendoza, wo wir am Abend den Gipfelsieg bei Bife de Chorizo und Malbec gebührend feiern.
Übernachtung im Hotel in Mendoza (760 m)
Wanderzeit ca. 9 bsi 10 Std. / Höhenmeter +100 m. -1750 m
20. Tag: Rückflug nach Europa (nicht inbegriffen) (F/-/-)
Transfer zum Flughafen und Rückflug von Mendoza zurück nach Europa.
21. Tag: Ankunft in der Schweiz
Hinweise: F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen
Programm-, Unterkunfts- und Preisänderungen vorbehalten
* = Pflichtfeld
Preise
- Preis pro Person bei 6-12 Personen CHF 7'290.-
- Zuschlag Einzelzimmer (nur in Mendoza) CHF 290.-
Leistungen
Leistungen inbegriffen
- Alle Transfers und Überlandfahrten
- Übernachtungen gemäss Programm im Hotels im Doppelzimmer in Medoza (2 Nächte) und im Zweierzelt während der Expedition
- Allgemeine Campingausrüstung
- Ausflüge, Wanderungen und Aktivitäten gemäss Programm
- Umfangreiche Notfallapotheke
- Vollpension am Berg, Halbpension in Mendoza
- Staatlich geprüfte*r, expeditionserfahrene*r Bergführer*in und lokales Begleitteam
- Lokale Bergführer*innen: pro 4 Teilnehmer*innen 1 lokaler Guide
- Bewilligungen, Gebühren und Eintritte
- Vorbereitungstreffen
Leistungen nicht inbegriffen
- Flüge nach/ab Mendoza (gerne buchen wir die Flüge für Sie)
- Gipfelpermit (Richtpreis Stand Januar 2025: USD 1050.- / Barzahlung vor Ort)
- Nicht erwähnte Mahlzeiten und Getränke
- Persönliche*r Hochträger*in (falls gewünscht)
- Miete Ausrüstung (falls gewünscht)
- Trinkgeld
Gut zu wissen / Hinweise
Geführte Trekking- und Bergsteigerreise mit deutschsprechendem*r Berführer*in und lokalem Begleitteam
Anspruchvollstes Trekking und Bergsteigen in Höhen bis 6962 Meter, sehr gute Kondition erforderlich. Die Expedition ist anspruchsvoll und anstrengend. Schon der Höhe wegen ist sie mit gewissen Risiken verbunden. Die Teilnehmer*innen müssen keine «Superalpinist*innen» sein, sollten aber über Hochgebirgserfahrung verfügen. Wir legen sehr grossen Wert auf eine tatkräftige Mithilfe am Berg, Teamspirit und Toleranz. Jede*r muss die persönlichen Grenzen am Berg selbst erkennen und bereit sein allenfalls den Rückzug anzutreten. Die Expedition erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Leitung steht während der Expedition für die Gesamtleitung der Gruppe, nicht aber für die persönliche Betreuung zur Verfügung. Dennoch muss jede*r bereit sein, die Weisungen und Entscheidungen der Expeditionsleitung zu befolgen. Diese werden im Interesse der Gruppe getroffen. Je nach den vorliegenden Verhältnissen können Improvisationen und Programmänderungen notwendig sein. Technisch ist der Aconcagua kein schwieriger Berg. Je nach Schneeverhältnissen kann es aber vorkommen, dass kurze bis max. 25° steile Schneefelder gequert werden müssen. Die Höhe darf aber nicht unterschätzt werden, denn der Berg ist fast 7000 Meter hoch. Eine erfolgreiche Besteigung des Aconcagua hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigsten Faktoren sind eine gute Ausdauer, die individuelle Höhenanpassungs-Fähigkeit und selbstverständlich auch die vorherrschenden Wetterbedingungen. Im Weiteren kommen viele kleine Faktoren dazu, die jedoch, je nach Ausdauer und Fähigkeiten der Teilnehmenden, sehr unterschiedlich sein können.
Gipfelpermit: Im Pauschalpreis sind die Permitkosten für den Aconcagua nicht inkludiert. Diese sind saisonal verschieden und werden erst kurz vor der Besteigungssaison von der Parkverwaltung veröffentlicht. Wir kommunizieren die tatsächlichen Kosten des Permits jeweils kurzfristig vor Expeditionsbeginn. Der nachfolgende Preis gilt als Richtwert. (Stand Januar 2025: USD 1’050.-). Das Besteigungspermit muss persönlich in Mendoza gelöst und vor Ort in USD bar bezahlt werden.
Hochlagerverpflegung: Neben dem persönlichen Material trägt jede*r Teilnehmer*in noch einen Anteil an Essen in die Hochlager.
Die Flüge nach/ab Mendoza sind nicht inbegriffen. Gerne buchen wir diese für Sie.
Diese Reise wird in Zusammenarbeit mit Kobler & Partner, Bern durchgeführt. Es gelten deren Reisebedingungen.
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