Diese Frage hören die beiden Nature Tours-Mitarbeiterinnen Sylvie und Bettina auf ihrer Reise durch Mauretanien mehrmals täglich. Denn Sid Ahmed, der die beiden auf Ihrem Trekking durch die Sahara begleitet, ist sonst vor allem mit Franzosen unterwegs und gewohnt, dass er die Unterhaltungen seiner Gäste versteht, auch wenn er nicht direkt angesprochen wird. Das Schweizerdeutsch irritiert den stolzen Mauretanier extrem, denn er will unbedingt wissen, ob die beiden sein Land auch so faszinierend finden wie er selbst.

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«Qu’est que tu as dit, Sylvie? Sylvie!?»
«Qu’est que tu as dit, Sylvie? Sylvie!?»
Mauretanien, unbekanntes Wüstenland in Nordwestafrika
Mauretanien, das riesige nordwestafrikanische Land, liegt südlich von Marokko und der Westsahara, und grenzt an Algerien, Mali und Senegal. Im grössten Teil des extrem dünn besiedelten Landes herrscht trockenheisses Wüstenklima. Touristisch steckt das Land noch in den Kinderschuhen und dies ist genau der Grund, weshalb Sylvie und Bettina im März 2026 eingeladen wurden, ein einwöchiges Trekking durch die Sahara zu unternehmen.

Wir haben den beiden ein paar Fragen gestellt:
Was ist euch am meisten in Erinnerung geblieben?
Bettina: Wunderschöne und äusserst abwechslungsreiche Landschaften prägen die Wanderungen. An einem einzigen Tag führt uns der Weg über beeindruckende Sanddünen und weitläufige Steinflächen und durch authentische Dörfer. Schliesslich kraxeln wir noch auf einen Berg und werden mit spektakulären Ausblicken auf endlose Wüstenlandschaften und gewaltige Canyons belohnt, die sich über viele Kilometer erstrecken.
Sylvie: Die Übernachtungen unter dem klaren Sternenhimmel sind ein ganz besonderes Erlebnis. Fernab jeglicher Zivilisation geniesse ich die nächtliche Ruhe der Wüste und das beeindruckende Sternenmeer extrem. Wir können wählen, ob wir in einem einfachen Iglu-Zelt, im grossen Gemeinschaftszelt oder direkt unter freiem Himmel auf einer Matratze im warmen Wüstensand übernachten wollen.

Was habt ihr so gegessen?
Bettina: Zum Frühstück gibt es Fladenbrot, noch warm, da es in der Glut im Sand gebacken wird. Dazu Konfitüre, Honig, Nutella, Streichkäse, Eier und Crêpes. Das Mittagessen besteht entweder aus diversen leckeren Salaten oder feinen Gemüse-Omeletts. Zum Dessert werden immer frische Früchte serviert. Abends werden wir mit Suppe und anschliessend einem Eintopf mit Reis, Pasta oder Couscous verwöhnt. Die Küche ist einfach, aber unser Koch versteht es, abwechslungsreiche Mahlzeiten zuzubereiten. Als Snack für Zwischendurch stehen immer Datteln und Nüsse bereit.

Gibt es wie in Marokko auch den leckeren süssen Pfefferminztee?
Sylvie: Ja, und wie! Die Teezeremonie in Mauretanien ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und steht für Gastfreundschaft, Gemeinschaft und Zeit miteinander verbringen. Typisch ist das wiederholte Umgiessen des Tees zwischen Kanne und Glas aus einiger Höhe, damit ein feiner Schaum auf der Oberfläche entsteht. Dies gilt als Zeichen eines besonders gut zubereiteten Tees. Serviert wird uns der grüne gesüsste Pfefferminztee mittags, nachmittags bei Ankunft im Camp und nach dem Abendessen. Wir erhalten jeweils drei kleine Gläschen Tee hintereinander. Die Bedeutung dieser drei Aufgüsse lesen wir aber erst nach der Rückreise nach:
- Der erste Tee: Stark und bitter. Er symbolisiert das Leben mit seinen Herausforderungen.
- Der zweite Tee: Kräftig, aber ausgewogener. Er steht für die Liebe und Freundschaft.
- Der dritte Tee: Mild und sehr süss. Er symbolisiert Harmonie, Frieden und die Sanftheit des Lebens.
Für unsere ungeübten Gaumen schmeckt jedoch jeder Tee gleich…

Müsst ihr euer Hauptgepäck selbst tragen?
Bettina: Natürlich nicht! Wie es sich in der Sahara gehört, haben wir Kamele als Tragtiere dabei und wir sind nur mit dem leichten Tagesrucksack unterwegs! Ich verliebe mich während den sechs Tagen fast ein wenig in die leicht dümmlich aussehenden Tiere mit den grossen, ausdrucksvollen Augen…
Sylvie: Eigentlich wäre ich liebend gerne ein Gepäckstück und würde mich durch die Wüste schaukeln lassen. Aber die mauretanischen Kamele sind nicht als Reittiere trainiert – vor allem nicht für wenig erfahrene Tourist*innen.

Was bietet Mauretanien für Reisende?
Bettina: Abenteuerlustige und tolerante Menschen erwartet ein kaum bekanntes Reiseland und eine unglaublich abwechslungsreiche Wüstenerfahrung!
Lust auf ein Wüstenabenteuer in Mauretanien?
Wir bieten in Mauretanien ein Wüstentrekking als geführte Gruppenreise mit Schweizer Reiseleitung an. Unsere Mitarbeiterinnen Sylvie und Bettina beraten Sie gerne und geben Ihnen Tipps für eine Reise in dieses noch unbekannte Land.




