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FAQ zum Kilimanjaro-Trekking

Viele träumen seit Jahren vom Kilimanjaro. Und viele haben genau dieselben Fragen. Wie anspruchsvoll ist die Besteigung wirklich? Wann ist die beste Reisezeit? Welche Route passt für welche Person? Wie sieht es mit Komfort, Sicherheit, Ausrüstung und Guiding in Tansania aus? In diesem FAQ sammeln wir die wichtigsten Fragen und Antworten und schaffen Orientierung für alle, die seriös, fundiert und gut vorbereitet auf den höchsten Berg Afrikas steigen wollen.

Zu unseren Tansania-Reisen


1. Wie schwierig ist die Besteigung des Kilimanjaro?

Die Besteigung des Kilimanjaro ist technisch nicht schwierig und erfordert keine Bergsteigerkenntnisse. Allerdings ist sie körperlich anspruchsvoll: Aufgrund der Höhe (5895 m) und der täglichen Gehzeiten von 4 bis 8 Stunden pro Tag, am Gipfeltag sogar bis 14 Stunden Gehzeit. 

Gute Kondition, Trittsicherheit und mentale Stärke sind essenziell. Wichtig zu wissen ist, dass sich die Höhe nicht trainieren lässt. Damit sich Ihr Körper an die Höhe gewöhnt, ist eine langsame Akklimatisation unerlässlich, was auf unseren Touren gewährleistet ist.

2. Welche Route ist die beste?

Eine «beste» Route gibt es nicht pauschal. Welche Route für Sie am besten passt, hängt von Ihren Vorlieben und Zielen ab. Hier eine Übersicht der über uns buchbaren Routen und deren Eigenschaften:

  • Rongai-Route (6 Tage): Start von der Nordseite mit schöner Aussicht auf den Kilimanjaro. Längere Anfahrt, dafür weniger begangen und trockener. Unsere Empfehlung von Nature-Tours.
  • Marangu-Route (6 Tage): Auch «Coca-Cola»-Route genannt. Übernachtung in Hütten statt Zelten. Älteste und am stärksten begangene Route mit breiterem Weg. Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg wie der Aufstieg.
  • Machame-Route (6 Tage): Anspruchsvoll durch tägliche Auf- und Abstiege. Landschaftlich besonders abwechslungsreich. Auch als internationale Gruppentour möglich.
  • Lemosho-Route (8 Tage): Optimale Akklimatisation durch niedrigere Schlafhöhen in den ersten Nächten. Am dritten Tag Anschluss an die Machame-Route. Auch als internationale Gruppentour möglich.
  • Northern Circuit (9 Tage): Längste und am wenigsten begangene Route, ideal für Teilnehmer*innen mit Trekking-Erfahrung.

3. Wann ist die beste Reisezeit für den Kilimanjaro?

Die idealen Monate für die Kilimanjaro-Besteigung sind Januar bis März, Juli bis Oktober sowie Dezember. In diesen Zeiträumen ist das Wetter am stabilsten, es gibt viele klare Tage und die Wege sind meist trocken. 

Nach der grossen Regenzeit (April bis Juni) kann es auf dem Gipfel noch Schnee und Eis haben. Im November findet die kleine Regenzeit statt.

4. Wie bereite ich mich körperlich vor?

Regelmässiges Ausdauertraining ist die beste Vorbereitung. Wandern, Joggen, Radfahren oder Treppensteigen. Besonders mehrtätige Wanderungen eignen sich gut. 

In Tansania können Sie beispielsweise den Mount Meru (4566 m) vor dem Kilimanjaro besteigen.
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5. Wie sieht die Unterbringung aus?

Die meisten Routen sind Campingrouten. Übernachtet wird in geräumigen, wetterfesten und hochwertigen Zweierzelten. Ein einfaches Mätteli wird bereitgestellt, eine zusätzliche eigene Isolationsmatte wird empfohlen. Die Mahlzeiten werden in einem separaten Esszelt eingenommen. 

Für zusätzlichen Komfort stehen folgende Optionen gegen Aufpreis zur Verfügung: 

  • Zweierzelt als Einzelbenutzung
  • Premium-Zelte (Stehhöhe ca. 185 cm)
  • Premium-Walk-In-Zelte (Stehhöhe ca. 216 cm)
  • Familienzelte mit zwei Schlafzimmern und einem gemeinsamen Essbereich (Stehhöhe ca. 239 cm)
  • Feldbetten, Luftmatratzen und/oder ein WC-Zelt können dazu gebucht werden

Auf der Marangu-Route übernachten Sie in einfachen, ungeheizten Mehrbett-Hütten mit 2 bis 3 Stockbetten pro Raum und gemeinschaftlichen Sanitäranlagen ausserhalb der Zimmer. Gegessen wird im Gemeinschaftsraum. Gegen Aufpreis sind in der Mandara- und Horombo-Hütte VIP-Huts mit zwei Betten und eigenem Badezimmer verfügbar. Die Unterkünfte sind nicht luxuriös, aber zweckmässig.

6. Wie sieht die Verpflegung aus? Können Ernährungswünsche berücksichtigt werden?

Während des Trekkings erhalten Sie täglich drei frisch zubereitete Mahlzeiten. Zum Frühstück gibt es Porridge, Ei, Würstchen und Schinken, Toast, Marmelade, Erdnussbutter und Früchte. Mittags wird in der Regel eine Lunchbox bereitgestellt. Abends serviert das Team ein Drei-Gänge-Menü: Suppe als Vorspeise, eine Hauptspeise meist mit Fleisch und zum Abschluss Kuchen, Früchte oder ähnliches. Die Verpflegung ist ausgewogen und reichhaltig. 

Ab dem zweiten Tag steht abgekochtes Wasser zur Verfügung. Ihre Trinkflaschen können Sie jeweils morgens und abends auffüllen. In den Camps wird unbegrenzt Wasser, Schwarztee und Kaffee zur Verfügung gestellt. 

Vegetarische, vegane oder andere spezielle Ernährungswünsche können bei vorheriger Anmeldung berücksichtigt werden.

7. Welche Ausrüstung brauche ich?

Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände sind:

  • Guter, eingelaufener Wander- oder Trekkingschuh
  • Warme Kleidung (mehrschichtig), Mütze und gute Handschuhe
  • Regenjacke und -hose oder Poncho
  • Stirnlampe, Sonnenbrille, Sonnencreme
  • Schlafsack (mind. -10 °C Komfortbereich)
  • Wanderstöcke (freiwillig, helfen zur Schonung der Knie beim Abstieg) 

Bei einer Buchung über uns erhalten Sie umfassende Informationen zum Trekking sowie eine detaillierte Packliste. Zudem können Sie über uns oder direkt vor Ort bei unserer lokalen Partneragentur verschiedene Ausrüstungsgegenstände mieten:

  • 4-Jahreszeiten-Schlafsack (Daunen oder synthetisch vorhanden)
  • Aufblasbare Matratze mit Pumpe
  • Isolationsmatte
  • Poncho
  • Trekkingstöcke
  • Duffel-Bag

8. Was ist Höhenkrankheit und wie kann diese vermieden werden?

Höhenbedingte Erkrankungen entstehen durch den geringeren Sauerstoffgehalt im Blut. In der Höhe sinkt der Luftdruck und der Körper muss für die Versorgung mit Sauerstoff härter arbeiten. Die Atmung wird schneller, das Herz schlägt häufiger und das Kreislaufsystem wird stärker belastet.

Jeder Mensch reagiert verschieden auf die Höhe. Ein einfacher und für alle gültiger Test, ob man die Höhe erträgt oder nicht, existiert nicht. Auch der Trainingszustand oder ein bestimmtes Alter schützen nicht vor Erkrankung. 

Für einen sicheren und erfolgreichen Aufstieg ist langsames Aufsteigen, ausreichende Akklimatisation und viel Wasser trinken wichtig. Unsere ausgebildeten Guides prüfen täglich den Sauerstoffgehalt und das Wohlbefinden der Teilnehmenden, erkennen Symptome frühzeitig und handeln entsprechend.

9. Gibt es medizinische Betreuung auf dem Berg?

Auf dem Kilimanjaro gibt es keine medizinische Einrichtung. Unsere Guides sind in Erster Hilfe und Prävention von Höhenkrankheit geschult. Auf jeder Tour von uns wird ein Erste-Hilfe-Set und ein Sauerstoffgerät mitgeführt. 

Bei ernsthaften Symptomen wird ein schneller Abstieg eingeleitet, wodurch sich der Gesundheitszustand in vielen Fällen bereits deutlich verbessert. 

In Notfällen kann medizinische Hilfe in tiefer gelegenen Camps hinzugezogen werden (Auto- oder Helikopter-Evakuation).

10. Welche Kosten fallen an?

Die Kosten variieren je nach gewählter Route, Dauer und zusätzlichen Serviceleistungen. Auf unserer Website finden Sie die Preise für die verschiedenen Trekking-Pakete, die folgende Leistungen umfassen:

  • Transfer ab Moshi zum Startpunkt der Route und zurück vom Endpunkt
  • Übernachtung im Zweierzelt oder in Mehrbetthütten
  • Eintritts- und Nationalparkgebühren
  • Vollpension während des Trekkings
  • Lokaler, englischsprachiger Guide und Begleitteam
  • Beitrag für Klima- und Naturschutz (CHF 25.-) 

Nicht inbegriffen sind:

  • An- und Weiterreise nach/ab Moshi (buchen wir gerne für Sie)
  • Vor- und Nachübernachtungen sowie eventuelle Anschlussprogramme (buchen wir gerne für Sie)
  • Visum für Tansania, ca. USD 50.-
  • Trinkgelder

11. Brauche ich eine Vor- und Nachübernachtung?

Für das Trekking sind Vor- und Nachübernachtungen nötig, diese sind im Trekking-Arrangement jedoch nicht enthalten. Ideal ist eine Unterkunft in Moshi oder Umgebung. Bei später Anreise empfehlen wir zwei Vorübernachtungen, damit Sie gut erholt starten können. 

Am Tag vor Beginn des Trekkings findet im gebuchten Hotel ein Briefing mit Ihrem Guide statt. Gerne organisieren wir die Unterkünfte sowie Transfers ab/bis Flughafen oder allfällige Anschlussprogramme.

12. Wie gross ist das Team, das mich begleitet?

Bei zwei Teilnehmenden besteht das Team in der Regel aus einem Haupt-Guide, einem Assistenz-Guide, einem Koch und etwa sieben bis neun Träger:innen. Bei mehr Teilnehmenden wächst entsprechend auch die Teamgrösse.

13. Welche Anschlussprogramme sind nach der Besteigung möglich?

Viele Reisende kombinieren das Trekking mit einer Safari oder einem Badeaufenthalt. Wir unterstützen Sie gerne bei der Planung und Organisation des passenden Anschlussprogramms. 

Safaris: Tansania zählt zu den besten Safari-Destinationen weltweit. Ob Serengeti, Ngorongoro-Krater, Tarangire, Lake Manyara, Lake Natron, Arusha-Nationalpark sowie die südlichen Parks Mikumi, Nyerere und Ruaha. Wir bieten sowohl Gruppen- als auch private Safaris an, die in Dauer und Route individuell an Ihre Wünsche angepasst werden können. 

Baden: Zur Erholung nach dem Trekking und/oder im Anschluss an eine Safari eignen sich die traumhaften Inseln Sansibar, Mafia Island oder Pemba Island.

14. Brauche ich eine spezielle Versicherung?

Ja, eine Reiseversicherung mit Höhenrettungsdeckung bis 6000 m ist notwendig. Bitte prüfen Sie Ihre Police sorgfältig. Wir können Ihnen bei Bedarf eine passende Versicherung anbieten.

15. Welche Impfungen sind nötig?

Derzeit sind keine Impfungen vorgeschrieben (Stand Oktober 2025). Als Reiseveranstalter geben wir keine individuellen Impfempfehlungen. 

Bitte informieren Sie sich zu Impfungen und gesundheitlichen Risiken auf www.healthytravel.ch und/oder bei Ihrem Haus- bzw. Tropenarzt.


Beratung für ein Kilimanjaro-Trekking mit oder ohne Anschlussprogramm

Unser Team ist gerne für Sie und Ihr Trekking-Erlebnis da. Kontaktieren Sie uns für eine Beratung:

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